Heller Ruheraum im Büro mit grauem Sofa, cremefarbenem Zweisitzer, Drehsessel, Hocker, Couchtisch, blauem Teppich und Grünpflanze
Geändert am : 06.11.2026 07:50
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Ruheraum im Büro einrichten: so geht‘s

Pausen sind ein wichtiger Bestandteil eines produktiven Arbeitstags. Ein gut geplanter Ruheraum bietet Mitarbeitenden die Möglichkeit, kurz abzuschalten, neue Energie zu tanken und anschließend mit frischem Fokus an ihre Aufgaben zurückzukehren. Gleichzeitig trägt ein solcher Rückzugsort zu einer positiven Arbeitsatmosphäre bei und unterstützt das betriebliche Gesundheitsmanagement.

Wie Sie Arbeitsbereiche schaffen, die Wohlbefinden, Konzentration und Motivation fördern, erfahren Sie auch in unserem Blogbeitrag zum Thema Arbeitsklima verbessern. Dort finden Sie weitere Tipps für eine moderne und mitarbeiterorientierte Arbeitsumgebung.

Der feine Unterschied: Pausenraum versus Ruheraum


Viele Unternehmen verwechseln den klassischen Pausenraum mit einem echten Ruheraum. Wenn Sie einen Pausenraum gestalten im Büro, steht meist die soziale Interaktion im Vordergrund. Hier tauschen sich Ihre Mitarbeitenden bei einer Tasse Kaffee aus, essen gemeinsam zu Mittag oder führen anregende Gespräche. Gerüche von Speisen und die Geräuschkulisse von Haushaltsgeräten prägen diese Umgebung.

Ein Entspannungsraum im Büro verfolgt das entgegengesetzte Ziel. Hier geht es um sensorische Deprivation, also das gezielte Ausschalten von Außenreizen. Gespräche sind in diesem Bereich tabu. Auch das Smartphone bleibt stumm und in der Tasche. Der Ruheraum dient ausschließlich der mentalen Einkehr, der Meditation oder einem kurzen Erholungsschlaf.

Die räumliche Trennung dieser beiden Zonen ist für den Erholungseffekt entscheidend. Liegt die Ruhezone direkt neben der lauten Kaffeeküche, verpufft die Wirkung. Planen Sie den Bereich daher abseits der Laufwege Ihrer Belegschaft. Nur so garantieren Sie die nötige Privatsphäre, die Ihre Mitarbeitenden für eine echte Pause vom Stress benötigen.

Im Ruheraum: Die richtige Atmosphäre für mehr Erholung


Damit ein Ruheraum seinen Zweck erfüllt, sollte er sich deutlich von den übrigen Arbeitsbereichen unterscheiden. Beruhigende Farben, angenehmes Licht und natürliche Materialien schaffen eine Umgebung, in der Mitarbeitende leichter zur Ruhe kommen.

Besonders geeignet sind natürliche Farbtöne wie Grün, Beige oder sanfte Blaunuancen. Sie wirken harmonisch und fördern eine entspannte Stimmung. Ergänzt durch Pflanzen entsteht ein Raum, der an die Natur erinnert und eine angenehme Auszeit vom Büroalltag ermöglicht.

Auch Holzflächen, Stoffe und andere Naturmaterialien schaffen eine wohnliche Atmosphäre. Sie lassen den Raum einladender wirken.

Komfortable Möbel als Herzstück des Ruheraums


Die Möblierung spielt eine entscheidende Rolle. Schließlich soll der Raum zum Verweilen und Entspannen einladen. Statt klassischer Bürostühle eignen sich daher komfortable Loungemöbel, die Bequemlichkeit und modernes Design miteinander verbinden.

Gerade in Kombination mit weiteren Polstermöbeln entstehen Bereiche, die Mitarbeitende gerne für kurze Pausen nutzen.

Licht und Akustik nicht unterschätzen


Neben Farben und Möbeln beeinflussen Licht und Akustik maßgeblich die Raumwirkung. Warmweißes, indirektes Licht wirkt deutlich angenehmer als grelle Deckenbeleuchtung und unterstützt die gewünschte Entspannung.

Ebenso wichtig ist eine ruhige Umgebung. Teppiche, Vorhänge, Akustikbilder oder gepolsterte Möbel helfen dabei, Geräusche zu reduzieren und eine angenehme Atmosphäre zu schaffen. So wird der Ruheraum zu einem echten Rückzugsort.

Der Ruheraum Code of Conduct: Regeln für ein harmonisches Miteinander


Damit der Ruheraum dauerhaft ein Ort der Entspannung bleibt, benötigt Ihr Unternehmen klare Spielregeln. Ohne feste Richtlinien droht die Gefahr, dass der Raum zweckentfremdet wird. Schnell wird die Liege zum Ablageplatz für Aktenordner oder das Zimmer mutiert zum inoffiziellen Besprechungsraum. Ein gut sichtbarer Verhaltenscodex an der Tür schafft hier von Anfang an Klarheit.

Kommunizieren Sie diese Regeln offen an die gesamte Belegschaft. Der Code of Conduct sollte die gegenseitige Rücksichtnahme in den Mittelpunkt stellen. Wenn jeder die Grenzen des anderen respektiert, funktioniert die Erholung im Team reibungslos. So wird der Ruheraum zu einem geschätzten Teil Ihrer lebendigen Unternehmenskultur.

Hängen Sie die folgenden Regeln gut lesbar im Eingangsbereich des Raumes auf:

  • Betreten Sie den Raum der Stille nur ohne Straßenschuhe.
  • Schalten Sie Ihr Smartphone vor dem Eintreten komplett stumm.
  • Vermeiden Sie jegliche Gespräche und flüstern Sie nur im Notfall.
  • Hinterlassen Sie Ihren Liegeplatz sauber und ordentlich für die nächste Person.

Fazit


Wer einen Ruheraum im Büro einrichten möchte, investiert in das Wohlbefinden seiner Mitarbeitenden und in eine attraktive Arbeitsumgebung. Mit harmonischen Farben, Pflanzen, angenehmem Licht und komfortablen Möbeln entsteht ein Rückzugsort mit echtem Mehrwert. Oft sind es gerade die kleinen Auszeiten, die im Arbeitsalltag den größten Unterschied machen.

Häufige Fragen zum Thema Ruheraum im Büro


Ist ein Ruheraum im Büro gesetzlich vorgeschrieben?


Ein Ruheraum im Büro ist nicht für jedes Unternehmen generell Pflicht. Die Arbeitsstättenregel ASR A4.2 schreibt einen solchen Raum jedoch vor, wenn bestimmte Tätigkeiten oder Arbeitsbedingungen dies erfordern. Das gilt beispielsweise bei regelmäßiger Nachtarbeit, starker körperlicher Belastung oder bei Bereitschaftsdiensten. Zudem müssen Sie schwangeren und stillenden Mitarbeiterinnen nach dem Mutterschutzgesetz zwingend eine Liegemöglichkeit in einem geeigneten Raum zur Verfügung stellen.

Darf man im Ruheraum schlafen?


Ja, das Schlafen im Ruheraum ist ausdrücklich erlaubt und im Sinne der Gesundheitsprävention sogar erwünscht. Ein sogenannter Powernap von maximal 20 Minuten regeneriert den Geist und beugt Übermüdung vor. Der Ruheraum ist genau dafür da, diese kurzen Schlafphasen in einer geschützten und ruhigen Umgebung zu ermöglichen. Er ist jedoch kein Ersatz für den nächtlichen Schlaf und sollte nicht für stundenlanges Verweilen genutzt werden.